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 Lyskra - Schmied mit dem magischen Händchen

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AutorNachricht
Lyskra




Charakterbogen
Gesinnung: Gut
Rasse: Mensch
Stimmung: Normal

BeitragThema: Lyskra - Schmied mit dem magischen Händchen   Sa 10 Jul 2010, 16:55

"Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast."

Name:
Lyskra

Spitzname:
Lys
nennt sich selbst: Schmied mit dem magischen Händchen

Alter:
16 Jahre

Geschlecht:
weiblich

Rasse:
Mensch

Sie hat einen leicht elfischen Einschlag von ihrer Großmutter vererbt bekommen, den man ihr zwar nicht ansieht, der aber für ihr magisches Händchen verantwortlich ist.

Klasse:
reisender Schmied

Gesinnung:
Gut

Persönlichkeit:
Lys ist jung und naiv. Offen geht sie durch die Welt und auf andere Menschen zu. Sie nimmt das Leben leicht, auch wenn die Reisen durch die Welt noch ungewohnt für sie sind. Etwas wackelig steht sie noch auf eigenen Beinen, aber ihre Reise hat ja auch gerade erst begonnen. Bisher hat sie ihre Waffen, Schilde etc. noch nie selbst an den Mann gebracht. Verhandlungsgeschick muss sie sich daher erst antrainieren, deshalb wird sie in dieser Hinsicht am Anfang noch sehr unsicher sein.

Selbstbewusst und zuversichtlich ist sie, versucht in allem etwas positives zu sehen. Andererseits hat sie von ihrem Vater die Sturheit gelernt. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, versucht sie alles um das auch durch zu ziehen. Rücksicht auf andere nimmt sie aber trotzdem. Sie ist sehr Hilfsbereit und versucht in Streitgesprächen stets einen Kompromiss zu finden.

Fähigkeiten:
Lyskra beherrscht ein Schmiedehandwerk der besonderen Art. Sie ist in der Lage magische Stücke zu schmieden. Nach einer 6 jährigen Ausbildung sucht sie nun nach neuen Meistern, bei denen sie ihr Schmiedehandwerk verbessern kann. Ihre Werke sind gut, etwas besser als der Durchschnitt, aber noch längst nicht Meisterhaft.

Oft ist es noch schwierig für sie die Magie in ihre Stücke so einzuarbeiten wie es vorgesehen war. Nicht selten haben die fertigen Waffen, Schilde oder anderes ganz andere Eigenschaften als Gedacht. Mit viel Konzentration gelingt es ihr dann aber doch manchmal die Stücke mit der gewünschten Magie zu versehen. Für Kunden hat sie sich aber bisher noch nicht getraut magische Stücke zu schmieden.

Bereits fertige Stücke kann sie nicht mit Magie versehen. Nur eigene Waffen erhalten ihre magischen Eigenschaften beim Schmiedeprozess.

Im Kampf gibt sie sich eher unbeholfen. Die einzige Waffe mit der sie inzwischen recht gut umgehen kann ist ihr magischer Hammer. Dennoch geht sie Kämpfen lieber aus dem Weg.

Begleiter:
keiner

Herkunft:
Enynn

Vergangenheit:

Lys wurde in der Hafenstadt Enynn geboren. Ihre Mutter war eine Kriegerin die im Krieg gekämpft hatte und oft auch Söldneraufträge annahm, ihr Vater der beste Schmied der kleinen Stadt. Ihre Mutter war aufgrund des Krieges und der vielen Kämpfe selten zu Hause. Daher kümmerte ihr Vater sich stets um das kleine Mädchen. Er war Besitzer der städtischen Schmiede. Die Lage dafür war gut, denn vom Hafen aus wurden die Waffen und Rüstungen überall hin verschifft.

Nachdem sie laufen konnte, verbrachte sie die meiste Zeit des Tages bei ihrem Vater in der Schmiede. Ihr Vater war Meister dieser Schmiede und schwer beschäftigt, daher war es nicht immer einfach auf sie aufzupassen. Die Hochöfen, der glühende Stahl, nicht gerade ungefährlich für ein Mädchen in genau dem Alter, wo sie alles anfassen und ausprobieren wollen. Doch mithilfe der anderen Mitglieder dieser Schmiede, war zum Glück nie etwas passiert.

Natürlich bekam sie daher schon als Kleinkind das ganze Flair der Schmiede zu spüren. Als 8jährige äußerte sie bereits den Wunsch selbst Schmied zu werden, wenn sie groß ist. Daraufhin schaute ihr Vater sie schief an und lachte. Schmied sei ein Beruf für Männer, nichts für kleine Mädchen. Lys fühlte sich schwer beleidigt und sprach ein paar Tage nicht mit ihrem Vater. Immer wieder äußerte sie ihren großen Wunsch und immer wieder wurde sie ausgelacht. Selbst ihre Großmutter, eine alte Elfe, die sie manchmal besuchen kam, stimmte ihrem Vater zu. Die Elfenmagierin war nicht für solch kriegerische Dinge wie Waffen, Rüstungen oder anderes Gut, was in dieser Schmiede hergestellt wurde. Sie war eher enttäusch darüber, daß wohl niemand ihr magisches Talent geerbt hatte.

Im Alter von 10 Jahren musste sie erleben wir ihre Mutter schwer verletzt nach Hause kam. Im Kampf wurde sie schwer verwundet. Ihre gute Freundin Marit hatte sie nach Hause gebracht. Lys war traurig über die Verletzungen ihrer Mutter und wollte sie am liebsten nicht mehr zulassen, daß sie sich erneut in Gefahr begab. Sie schwor ihrer Mutter, daß sie ihr, wenn sie groß ist die beste Waffe der Welt schmieden würde, sodaß niemand mehr eine Chance gegen sie hatte. Das war das erste mal, daß sie ihrer Mutter gegenüber den Wunsch äußerte ein großer Schmied zu werden und das erste mal, daß sie dafür nicht ausgelacht wurde.

Am selben Abend hatten ihre Eltern darüber einen heftigen Streit. Die Mutter setzte sich für Lys ein, daß ihr Vater sie doch ausbilden solle. Der Vater allerdings fürchtete sich damit zum Gespött des Dorfes zu machen. Er glaubte nicht, daß seine Tochter in der Lage sein würde gute Waffen oder Schilde herzustellen. Natürlich bekam Lys diesen Streit mit, wie Kinder immer Dinge mitbekommen, von denen Eltern glauben sie unter sich zu klären. Als sie das Geschrei nicht mehr aushielt, lief sie ins Wohnzimmer des kleinen Hauses und meinte: „Hört auf zu streiten! Bitte hört auf! Ich will kein Schmied mehr werden, wenn ihr deswegen streitet!“ Daraufhin lief sie aus dem Haus. Perplex standen ihre Eltern da, schockiert über diese Reaktion und den kleinen Tränchen in den Augen ihrer Tochter. Es bewegte den Vater dazu einen Kompromiss ein zu gehen.

Am nächsten Morgen, als Lys längst wieder da war, unterbreitete ihr Vater der 10 jährigen ein Angebot. Er würde sie als Schmied ausbilden, aber anders als alle anderen musste sie einen Test bestehen, um ihm zu beweisen, daß sie es nicht nur ernst meinte, sondern auch das Zeug dazu hatte. Die Aufgabe war etwas zu Schmieden. Was war völlig egal, konnte sie sich aussuchen. Das Material musste sie sich allerdings selbst besorgen und auch jegliche Schmiedearbeit musste sie selbst verrichten. Dafür durfte sie die kleinere Schmiedewerkstatt in der Schmiede benutzen. Dort wurde üblicherweise nur selten geschmiedet, sodaß sie dort niemanden störte. Eine Woche hatte sie dazu Zeit. Überglücklich umarmte Lys ihren Vater und auch ihre Mutter, die immer noch verletzt war und mit einem gebrochenem Bein nicht laufen konnte. Sofort ging sie in ihr Zimmer, schnappte sich all ihr gespartes Taschengeld und rannte auf den Markt um sich Material zu kaufen.

Mit enttäuschter Mine kam sie zurück nach Hause und ging in ihr Zimmer. In der Hand hatte sie einen kleinen Klumpen Eisen. „Was soll man denn mit so 'nem kleinen Klumpen anfangen?“ Er war so klein, daß sie ihn beinahe mit ihrer Kinderhand umfassen konnte. Nie hätte sie geahnt, daß Eisen so teuer war. Sie schmollte und weinte, weil sie nicht wusste was sie tun sollte. Nichtmal einen Trinkbecher oder so etwas konnte man daraus machen... Tage darauf ging sie wieder griesgrämig über den Markt. Ihr fiel einfach nichts ein. Ein kleiner funkelnder Smaragd lenkte seine Aufmerksamkeit auf sich. Er war kaum größer als Lys' Fingerkuppe. „Das ist Mamis Lieblingsfarbe...“, murmelte sie vor sich hin und als sie daran dachte, daß ihre Mutter wieder in den Kampf ziehen würde, sobald sie gesund war, kam ihr eine Idee. Am letzten Tag, bevor die Frist für ihre Prüfung abgelaufen und ihr Vater sicher war, daß sie es nicht schaffen würde, kam ihr endlich eine Idee. Mit dem Verkäufer sprechend bekam sie den kleinen Stein sogar geschenkt.

Schnell lief sie nach Hause, holte den Eisenklumpen und machte sich auf den Weg zur Schmiede. Nun war Eile angesagt. Sie hatte nicht einmal mehr einen Tag Zeit und vorher noch nie etwas geschmiedet, immer nur zu gesehen, tausende male zugesehen. Sie schluckte, wenn sie es nicht schaffte, würde sie niemals ein Schmied werden, das war dem kleinen Mädchen klar. Also legte sie los. Erst einmal brachte sie den Klumpen zum glühen, um ihn danach zu einer kleinen Eisenplatte zu schlagen. Es war anstrengend. Das kleine Mädchen musste viel Kraft aufbringen, um den Klumpen zu formen. Von der Eisenplatte wiederrum, nahm sie nur einen Teil, brachte ihn erneut zum glühen, um ihm die Form geben zu können die es letztendlich haben sollte. Allerdings geschah ihr ein Missgeschick. Sie lies das Eisen zu lange im Feuer. Es schmolz, stank und war nicht mehr zu gebrauchen. Davon lies sie sich jedoch nicht entmutigen. Sie nahm die andere Hälfte der Eisenplatte und versuchte es noch einmal. Diesmal gelang das ganze wesentlich besser. Jetzt aber war Feinarbeit gefragt. Sie gab dem Metall die Form eines Wappens und bog es zu den Seiten hin ein wenig nach hinten. An die obere Kanta formte sie eine kleine Öse, was wohl das schwierigste am Ganzen war. Es dauerte Stunden, bis die Form gut saß und weitere Stunden bis es aushärtete. Es war bereits dunkel und als sie sich das Stück besah, war sie sehr enttäuscht. Überall hatte es Beulen und Kratzer von der Bearbeitung. Außerdem wusste sie, daß sie etwas vergessen hatte. So konnte sie das ihrem Vater nicht zeigen. Lys überlegte was sie tun konnte... da fiel es ihr ein. Sie nahm das kleine Stück noch einmal an die Zange und hielt es für wenige Sekunden ins Feuer, sodaß die obere Schicht des Eisens leicht anschmolz. Dann drückte sie den kleinen, grünen Smaragd in die weiche Oberschicht hinein. Beinahe hätte sie es Fallen lassen, da sie sich dabei den Finger verbrannte. Doch sie hielt es fest und tauchte den Finger in das Wasser, welches eigentlich zum abkühlen des glühenden Eisens gedacht war. Dann erst tauchte sie ihr Schmuckstück hinein. Durch das nochmalige anschmelzen war die obere Schicht nun wieder glatt.

Es war längst dunkel als sie fertig war. Sie schwitzte, war müde und ihr tat alles weh, aber sie hatte es geschafft. Ihrer Meinung war ihr Werk perfekt. Stolz war sie natürlich. Bevor sie die Schmiede verließ, löschte sie noch den Ofen. Sie wusste nicht wie spät es war, vielleicht schon zu spät. War es vielleicht schon morgen, die Frist schon abgelaufen? So schnell sie kannte lief sie nach Hause, wobei sie eine Kette durch die Öse fädelte. Die Kette hatte sie einst von ihrer Mutter geschenkt bekommen. Zu Hause angekommen rannte sie jedoch an ihrem Vater vorbei, zu ihrer Mutter, die auf einem Stuhl am Küchentisch saß. Es bereitete der Frau leichte Schmerzen, als Lys ihr förmlich auf den Schoß sprang und plötzlich die Kette vor die Nase hielt. Daran baumelte ein kleiner silbriger Anhänger. Als sie ihren Schock überwunden hatte, schaute die Mutter genauer hin und meinte: „Das... ist ja ein Schild.“

„Das hab ich für dich gemacht Mami. Es wird dich ab jetzt beschützen, du musst es immer tragen.“, tatsächlich hatte sie während des Schmiedens viel mehr daran gedacht, daß das Schild ihre Mutter beschützen sollte, als daran die Prüfung zu bestehen. Bevor die Mutter jedoch die Kette anlegen konnte, nahm der Vater Lys die Kette aus der Hand und betrachtete den Anhänger. Der Ausdruck auf seinem Gesicht verriet nicht wie überrascht er war. Er hatte nicht gedacht, daß sie überhaupt etwas identifizierbares Zustande bringen würde und nun hatte er einen hübschen kleinen Schildanhänger in der Hand. Es hatte immer noch kleine Dellen, die man aber nur von hinten sah. Die Vorderseite sah sehr gut aus. Daß der Edelstein lediglich hinein gedrückt worden war, sah man auf den ersten Blick, nicht sehr professionell, aber eine hübsche Idee. Die Öse war ebenfalls nicht wirklich rund, so wie es sein müsste, erfüllte aber ihren Zweck und war stabil genug, um den Anhänger an der Kette zu halten. Jeder Schmied würde sofort erkennen, daß dies die Arbeit eines Anfängers war, aber daß ein zehnjähriges Mädchen das geschmiedet hatte, würde wohl kaum jemand vermuten. Er war überrascht und über alle Maßen stolz auf seine Tochter. Strengen Blickes schaute er sie an:„Der ist ziemlich klein geraten, war der Eisenklumpen, den du gekauft hast nicht viel größer? Solche Materialverschwendung können wir uns aber nicht leisten. Und siehst Du das hier? Da sieht man noch leicht den Abdruck der Zange. Du sollst das Metall festhalten und nicht zerquetschen!“ Enttäuschung machte sich auf Lyskras Gesicht breit. Sie rechnete schon damit, daß er sie nicht ausbilden würde, schaute zu Boden und merkte, wie schon ein erstes Tränchen ihre Wange hinunter kullerte. Doch da spührte sie die Hand ihres Vaters auf ihrem Kopf und blickte auf, in ein lächelndes Gesicht. „Aber für dein allererstes Werk, ist es nicht schlecht. Außerdem, wollen wir doch mal die Kundin fragen, ob ihr das Schmuckstück gefällt, denn das ist doch immer das wichtigste oder?“, meinte er grinsend und blickte nun die Mutter, die stolz und glücklich über dieses Geschenk, die Kette entgegen nahm und sofort umlegte. Eine Umarmung ihrer Tochter folgte und die Nachricht, daß ihr Vater sie tatsächlich ausbilden lassen würde. Es dauerte noch Tage bis die Schwielen und Blasen, die durch das Hämern an ihren Händen entstanden, abgeklungen waren. Aber bereits am folgenden Morgen wurde sie von ihrem Vater in der Schmiede erwartet. Er selbst würde sie nicht ausbilden, aus Angst seine Tochter zu bevorzugen oder zu streng zu behandeln. Diese Aufgabe überlies er einem seiner Schmiedemeister.

Ein paar Wochen später verlies Lys' Mutter das Dorf wieder mit vollster Gesundheit.Ein Hilferuf lockte sie und ihre Freundin Marit, mit der sie stets zusammen kämpfte, auf eine Farm gelockt, wo sie jedoch in einen Hinterhalt gerieten. Die Angreifer waren keine Untoten, sondern eine Räuberbande unter der es einige Schwertkämpfer, aber auch einen Magier gab. Als sich Lys' Mutter mit einem der Schwertkämpfer anlegte, nutzte der Magier die Chance und feuerte einen großen Feuerball auf die Frau ab. In diesem Moment nicht in der Lage auszuweichen, wäre das möglicherweise ihr Ende gewesen, doch bevor der Flammenball ihr etwas tun konnte, verpuffte er kurz vor ihr. Für jeden außer der Mutter selbst, war für diesen Moment ein leicht transparentes Schild um sie herum aufgeleuchtet. Letztendlich schafften die beiden Frauen es, die Räuberbande zu vertreiben und so die Farm zu befreien. Woher jedoch dieser Schutz vor dem Feuerball kam, konnte sich erst niemand erklären.

Als die Mutter wieder bei ihrer Familie zu Besuch war, ebenso wie ihre Mutter, die Elfenmagierin, sprach sie das Thema an. Die Großmutter fand dies verdächtig und bat um Lys' Anhänger, den sie daraufhin eingehend untersuchte. Als ihre Untersuchungen abgeschlossen waren, umarmte sie ihre Enkelin, die scheinbar einzige Erbin ihrer magischen Kräfte. Sie erklärte der Familie, daß in diesen Anhänger magische Kräfte eingebettet wurde und das schon beim Schmiedevorgang. Auch bei weiteren Schmiedeerzeugnissen von Lys entdeckte sie magische Auren, die jedoch nicht so stark waren, daß sie auch magische Kräfte auslösten. Auf diese Erkenntnis hin versuchte die Großmutter Lys' magische Fähigkeiten zu trainieren, was aber nichts brachte. Das Mädchen war unfähig Magie zu wirken. Allein ihre Schmiedestücke zu verzaubern, war ihr besonderes Talent. Also versuchte die Großmutter gemeinsam mit dem Vater Lys zu helfen, dieses Talent unter Kontrolle zu bekommen und bewusst einzusetzen.

Als Lys 11 Jahre alt war, traf sie ein Schock. Die Nachricht daß ihre Mutter im Krieg gefallen war, traf sie wie ein Messer ins Herz. Sie war traurig und weinte Tagelang. Im Nachhinein erfuhr sie, daß Marit sich den Anhänger ihrer Mutter zuvor ausgeliehen hatte, wegen eines Auftrag, bei dem viel Magie im Spiel war. In Lys' Augen war sie Schuld am Tod ihrer Mutter. Zwar versuchte die Großmutter dem Mädchen zu erklären, daß ihr Anhänger nur vor Magie schützte, nicht aber vor Schwertstichen, durch welchen ihre Mutter schließlich ums Leben kam, doch das wollte das Mädchen nicht hören. Es war so viel einfacher die Schuld auf jemand greifbaren zu schieben. Aber auch auf ihre Mutter war das Mädchen wütend. Lys hatte ihr doch gesagt, daß sie den Anhänger niemals weggeben durfte. Sie hatte ihr Versprechen gebrochen.

Um das ganze zu verarbeiten, vergrub sich Lys ins Schmieden. Sie schmiedete frei heraus, ohne sich Gedanken zu machen was es werden würde. Einzig und allein um ihre Wut und Trauer zu verarbeiten schmiedete sie zum ersten mal in ihrem Leben eine richtige Waffe. Was herauskam war ein Hammer, der nicht nur mit viel Schnickschnack und leicht amateurhaften aber schönen Ornamenten verziehrt war, sondern auch unerwartet starke Magie besaß. Er war massiv und schwer. Selbst Lys' Vater hatte Probleme ihn anzuheben. Lys selbst konnte das jedoch nicht verstehen. Für sie war der Hammer federleicht. Das war wohl die einzige Magie die ihm innewohnte, so dachte Lys zumindest. Als sie ihn jedoch vor der Schmiede testete, schlug sie ihn mit voller Kraft und Wut gegen Marit im Bauch auf den Boden. Sie erschrak vor dem Ausmaß der Waffe. Die Erde im Umkreis von etwa 20 Metern bebte, einige Wände umliegender Häuser stürzten ein. Selbst die Schmiede hinter ihr bekam ein paar Risse. Der Größte Schaden wurde allerdings direkt vor ihr angerichtet. Eine magische Druckwelle hatte die Mauer des Schmiedegeländes zu Fall gebracht. „Oh Gott!“, stammelte sie und lies den schweren Hammer fallen. Ihr Vater war wütend über die Zerstörung, die sie angerichtet hatte. Der Großmutter war klar, daß ihre starken Gefühle während des Schmiedens verantwortlich für diese enorme Kraft sein mussten. Ihr Vater verteilte Lys Schmiedeverbot für mehrere Wochen. Erst einmal sollte sie ihre Gefühle und vor allem ihre magische Begabung in den Griff bekommen.

Im Laufe der nächsten Jahre gelang ihr das sogar einigermaßen und ihr einmaliges Schmiedetalent wurde durch die Ausbildung in der Schmiede immer ausgeprägter. Bald konnte sie Waffen und Rüstungen schmieden, die fast schon besser waren als die ihres Vaters. Sie war sogar in der Lage zu verhindern, daß Magie durch ihre Waffen strömte, denn magische Waffen waren schwer zu verkaufen, wenn man ihre genaue Wirkung nicht kannte. An ihrem 16. Geburtstag beendete er schließlich die inzwischen 6 jährige Ausbildung und offenbarte ihr etwas, was sie zwar stolz machte, aber auch eine große Entscheidung erforderte. „Lys, 6 Jahre lernst Du nun schon bei uns in der Schmiede. Deine Stücke sind von guter Qualität. Dein magisches Talent tut sein übriges. Im letzten Jahr jedoch, hast du kaum Fortschritte bei deinen Schmiedefertigkeiten gemacht. Das liegt jedoch nicht an dir, sondern an der Tatsache, daß wir dir einfach nichts mehr beibringen können. Wir sind nur eine kleine Schmiede, in einer kleinen Stadt. Was Du brauchst sind Meister, die dir beibringen wahre Meisterstücke zu fertigen. Lyskra, wenn Du eine wahrhafte Meisterschmiedin werden willst, musst du in die Welt hinaus gehen und von allen Schmieden der Welt etwas lernen. Die Entscheidung liegt bei dir. In unserer Schmiede jedoch ist deine Ausbildung abgeschlossen.“

Sie überlegte Tage und Wochen. Ihre Heimat zu verlassen war eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern würde, aber das Mädchen hatte ein Ziel vor Augen. Sie wollte es erreichen, wollte ihren Vater stolz machen. So packte sie sie ihre Sachen und machte sich bereit. Von der Schmiede erhielt sie einen überdachten Karren. Die Räder waren zwar aus Holz, doch erhielten sie von Lys geschmiedete Radkappen. Sie hatte sich bemüht ihnen ähnliche Eigenschaften zu geben wie dem Hammer, nämlich daß sie den Wagen für sie leichter machten. Denn in dem Wagen war ein mobiler Hochofen, ein Schleifstein und alles was man zum Schmieden unterwegs benötigte. Der Karren war also Tonnen schwer und eigentlich unmöglich zu ziehen, für ein Mädchen von ihrer Statur. Zum Glück aber war ihr Schmiedewerk gelungen. Der Wagen fühlte sich nur wie ein paar Kilo schwer an, wie der Hammer jedoch nur für sie. Jeder andere würde die Tonnen spüren, die auf dem stabilen Karren lasteten. So machte sie sich auf den Weg in weite fernen, um der beste Schmied des ganzen Königreiches zu werden.

Waffen & Inventar:

- Karren

Sie zieht einen Karren hinter sich her. In ihm befinden sich ein Hochofen, ein Schleifstein und andere Schmiedeutensilien. Auch ein kleines Bett ist eingebaut. Der Karren wiegt einige Tonnen. Allerdings sind an den Rädern verzauberte Radkappen angebracht, sodaß er für Lys nur einige Kilos wiegt, für jeden anderen aber das reale Gewicht.

- Schwert

Zur Verteidigung trägt sie ein einfaches Schwert bei sich, benutzt es aber eher selten, lieber ihren Hammer.

- Hammer

Ihr Hammer ist eine verzauberte Waffe von ihr geschmiedet. Er ist aus massivem Eisen und mit einigen Ornamenten verziert, welche aber nicht sonderlich professionell aussehen. Er hat die gleiche Eigenschaft wie die Radkappen am Karren. Für Lys ist er Federleicht, das reale Gewicht beträgt aber über 200 kg.

Außerdem besitzt er eine unglaubliche Schlagkraft. Seine ganze Kraft wird entfaltet, wenn man ihn auf den Boden schlägt. Er kann leichte Erdbeben auslösen und eine nach vorn gerichtete Druckwelle. Die Wirkungskraft und Reichweite hängt vom Gemüt des Waffenträgers ab und von der Kraft mit der der Hammer auf den Boden geschlagen wird.

- Anhänger

Sie trägt den Anhänger um den Hals, den sie einst für ihre Mutter geschmiedet hatte. Es war das erste Stück, was sie geschmiedet hat. Er sieht aus wie ein Schild und trägt einen Smaragd in der Mitte. Der Träger dieses Anhängers ist vor schwachen bis mittelstarken magischen Angriffen geschützt.

Bilder:



Zuletzt von Lyskra am Sa 31 Jul 2010, 12:44 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lyskra - Schmied mit dem magischen Händchen   Sa 10 Jul 2010, 19:36

Hallöchen :3

Sei froh, dass ich mich nicht für Fußball interessiere, ansonsten hätt ich mich nu nicht durch die Vergangenheit gekämpft xD

Schön ausgearbeitet, wirklich. Bist natürlich drin :3

=>In~
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Lyskra




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BeitragThema: Re: Lyskra - Schmied mit dem magischen Händchen   Sa 10 Jul 2010, 21:34

juhu Danke Danke

ich weiß ich hab ma wieder zu viel geschrieben, aber das krieg ich dann meist erst hinterher mit XD
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BeitragThema: Re: Lyskra - Schmied mit dem magischen Händchen   Sa 10 Jul 2010, 21:37

Lieber zu viel als zu wenig ;3
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Lyskra




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BeitragThema: Re: Lyskra - Schmied mit dem magischen Händchen   Sa 10 Jul 2010, 21:38

auch wieder wahr

nun ma gucken wo ich einsteig... hui da steigt n Sommerfest ^.^ nix wie hin XD

edit: oder lieber doch nicht, da is ja zur Zeit kaum jemand *nen Ort such wo man dazustoßen kann ^^*
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Lyskra - Schmied mit dem magischen Händchen

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