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 Das Marktviertel

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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Sa 28 Aug 2010, 12:50

Sie reiste ohne ein Ziel? Diese Einstellung fand Sharieyn ungewöhnlich für eine 17-jährige, doch etwas an Miras Art sagte ihr, dass sie weit mehr Erfahrungen auf dieser Welt gesammelt haben musste, als gewöhnliche 17-jährige. Ihr Verhalten passte für Sharieyn einfach nicht in das Muster eines 17-jährigen Mädchens, wie sie selbst es war. Für eine Elfe war sie umgerechet auf menschliches Alter noch nicht einmal so alt wie ein Kleinkind. Sie musste grinsen bei diesem Gedanken. Mira musste schon einiges auf dieser Welt gesehen haben. //Sollte ich sie danach fragen oder nicht?// fragte sie sich, entschied sich jedoch für letzteres und sagte schlicht und einfach. "Mira, liege ich mit der Vermutung richtig, dass du länger auf dieser Welt wandelst als 17 jahre? Bitte nimm es mir nicht übel, falls ich falsch liegen sollte, aber für mich verhältst du dich so...reif? Nicht so wie ich. Ich handle oft unüberlegt, was ich auf meine relativ mikrige Lebenserfahrung zurück führe. Ich bin schließlich erst 17..." Sie fragte sich, wie Mira darauf reagieren würde, schließlich lies man Elfen normalerweise erst mit wesentlich höheren Alter aus ihrem Dorf, generell erkundeten Elfen die Welt erst in höherem Alter...jedenfalls dachte Sharieyn das, da es bei ihr so war. Sie wusste selbst nicht, warum man sie so früh gehen lies.
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Mira
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Sa 28 Aug 2010, 15:21

Mira zog erstaunt eine Augenbraue hoch. Dass Sharieyn so schnell etwas merkte, war schon seltsam... Natürlich, wer gut aufpasste, dem fiel es auch gleich auf. Aber Sharieyn war ja noch jung, wie sie selbst sagte. Na ja, es konnte natürlich passieren. Schließlich grinste das Katzenmädchen. "Ja, du hast Recht. Ein wenig älter bin ich schon", meinte sie. Jetzt war eher die Frage - was würde die Elfe jetzt von ihr denken? Würde sie sich wundern? Denn normalerweise wurden Tiermenschen ja nicht so alt, nicht viel älter als Menschen. Oder würde sie es einfach akzeptieren...?
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Sa 28 Aug 2010, 16:20

Als Sharieyn den erstaunten Gesichtsausdruck von Mira bemerkte, lächelte sie leicht. Sie war also etwas älter? Sie musterte Mira noch einmal. Normalerweise werden Tiermenschen nicht so alt. Die Natur gab klare Regeln vor, doch wo es Regeln gab, und davon war Sharieyn
überzeugt, gab es auch immer Ausnahmen. Vielleicht war Mira eine dieser Ausnahmen. Sie sah sie noch einmal forschend an und nickte leicht, eine kaum wahrnehmbare Bewegung. Etwas an Mira entsprach nicht dem Bild der Erfahrung eines Menschenlebens. Sie wusste selbst nicht genau, was es war, aber ihr war das auch nicht sonderlich wichtig. Sie lächelte Mira an und fragte "Hast du noch etwas bestimmtes hier vor oder hättest du Lust mich auf einem kleinen Teil meiner Reise zu begleiten? Denn ich suche nach bestimmten Zutaten und Sachen, um meine Vorräte aufzufüllen, habe jedoch keine Ahnung , wo ich sie bekomme. Vielleicht kannst du mir helfen?" Sie lächelte Mira an, sie musste nicht mitkommen,wenn sie nicht wollte, doch Sharieyn wollte Mira besser kennen lernen und hoffte, dass sie ihr ein kleines Stück der Reise Gesellschaft leisten würde.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Sa 28 Aug 2010, 19:01

Mira zuckte mit den Schultern, während sie überlegte. Sharieyn hatte ziemlich gut aufgepasst, erkannt, dass Mira mehr war. Ob das jetzt gut oder schlecht war, hing vom Standpunkt ab. Aber gehen konnte Mira ja immer noch... "Wenns dich glücklich macht", meinte sie schließlich schulterzuckend. "Aber so viel kannst du hier nicht von mir erwarten, ich kenne mich nicht wirklich hier aus." Ja, Mira lebte lange - und vor einigen tausend Jahren war sie auch schon einmal hier, in diesem Land gewesen. Aber das war lange her und seitdem hatte sich viel - eigentlich fast alles - verändert. Also würde Mira nicht viel wiederfinden...
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Sa 28 Aug 2010, 22:37

Erst klang Baphomet ganz normal, dann aber veränderte sich seine Stimme leicht und lies Lyskra aufhorchen. Sie wurde ungewohnt kalt. Er drohte dem Verwalter? Erst meinte er es gäbe keinen Grund für Gewalt und dann drohte er ihm? Meinte er solle doch ruhig die Wachen rufen? Irgendwie ging von Baphomet eine seltsame Wärme aus und... Energie... Nun wurde Lyskra mulmig zumute. Dieses Grinsen, dieses hinterhältige Lächeln hatte sicher nichts gutes zu bedeuten.

Sie wechselte den Blick zwischen dem Verwalter und Baphomet hin und her. Wollte Baphomet etwa wirklich einen Kampf mit den Wachen provozieren? "Äh...", begann sie, wollte irgendetwas sagen, das die Lage entspannte, aber da wurde sie auch schon auf den Verwalter aufmerksam. "Wer unsere Kunden sind geht Euch nichts an. Ich fordere Euch auf sofort meine Räumlichkeiten zu verlassen.", sprach der Mann, bereits mit der Hand am Schwert. Jeder im Raum musste die Spannung spüren, doch der Verwalter lies sich nicht den Hauch von Unsicherheit ansehen, schaute nur hinüber zu seiner Sekretärin und nickte in Richtung Ausgang. Sollte sie nur aus Sicherheit den Raum verlassen, oder schickte er sie los, um die Wachen zu holen? Lyskra hatte den Hammer längst wieder gesenkt. Mit Worten versuchte sie die Situation zu entschärfen: "Hören Sie, wir brauchen wirklich diese Information, wir wollen keinen Ärger. Wir verfolgen einen Betrüger der..." "Ich habe bereits von diesem Betrüger gehört. Es sind ihm schon mehrere unserer Kunden auf den Leim gegangen, aber woher weiß ich, daß sie nicht mit ihm unter einer Decke stecken? Vielleicht ist er ja mit Ihrem Anteil abgehauen oder so etwas. So wie sie sich hier verhalten, erscheinen sie mir jedenfalls nicht wie unbescholtene Bürger und wie Ermittler im Dienste der Stadt sehen Sie mir auch nicht aus."

Was sollte Lyskra darauf denn Antworten? Was sie auch sagte, er würde ihr wohl nicht glauben und weiter nach zu harken würde wahrscheinlich zwangsläufig zu einem Kampf führen. Ratlos stand sie da und wartete ab, was als nächstes geschehen würde.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Sa 28 Aug 2010, 23:00

Baphomet legte den Kopf ein wenig schief und hörte dem Mann zu. "Unbescholtene Bürger? Richtig, das bin ich wirklich nicht. Und das ist ein Grund, aus dem du mir verraten solltest, was du weißt." Baphomet trat einen Schritt auf den Mann zu.
"Selbst, wenn wir mit dem Betrüger unter einer Decke stecken würden - was würde das ausmachen? Dann wissen wir doch sowieso, wie er heißt. Also schadet es nicht. Ich verstehe es einfach nicht." Baphomet sah sich kurz um, aus keinem bestimmten Grund. "Ihr Menschen habt fast immer nur eins im Sinn - ihr wollt euch gegenseitig schaden. Ich verstehe nicht, wieso ich euch helfe. Ich tue mein bestes, um den Menschen zu helfen, nachdem ich sie so lange gequält habe. Und der Dank? Bisher wurde ich mehrfach angegriffen, zweimal hat man versucht, mich zu erstechen. Das geschieht mit denen, die euch helfen wollen? Auf diesen Dank kann ich gerne verzichten."
Baphomet trat wiederum einen Schritt näher und jetzt bildeten sich Flammen in seinen Händen. Das Feuer wirbelte um ihn und den Mann herum, schloss Lyskra aus; das Rauschen der Flammen übertönte andere Geräusche. "Ich will helfen", sagte Baphomet ruhig, aber mit einem drohenden Unterton. "Behindere mich nicht. Sag mir, was ich wissen will. Hol deine Wachen, wenn du willst, aber es hat keinen Sinn. Denkst du, sie können gegen mich bestehen? Gegen mich?" Kurzzeitig konnte man die Hörner auf Baphomets Stirn sehen - und ein kleiner Teil von ihm war froh, dass Lyskra das meiste wohl nicht hörte, weil das Feuer alles übertönte.
Dann aber erlosch alles wieder. "Nein...", sagte Baphomet leise. "Ich darf nicht wieder in meine Gewohnheiten verfallen..." Der Dämon trat wieder einen Schritt zurück - doch sollte der Verwalter ihn nun angreifen, wäre er immer noch bereit.

[Yeah, Bapho gewinnt endlich ein wenig an Tiefe ^___________^]
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   So 29 Aug 2010, 00:26

"Ich denke einiges finde ich auf diesem Markt. Jedenfalls,..." sie zog eine Liste heraus, die sie angefertigt hatte bevor sie Mira begegnet war. Sie strich Pfeil und Bogen, und trug die genaue Anzahl an Pfeilen in eine andere Liste ein. Was solche Dinge anging führte sie streng Buch, auch was ihr Geld anging, also genau genommen von ihrem ganzen Besitz. Sie schrieb alles auf, was sie hatte, noch brauchen würde und strich auf der anderen Liste ihre Geldsumme durch, schrieb die korrekte darunter und für welchen Zweck sie das Geld gebraucht hatte. Das alles ging der Elfe in weniger als 4 Minuten von der Hand. Sie schaute auf die Liste und packte dann beide weg. "Mira, denkst du, dass es hier einen Schneider gibt?" fragte sie Mira, denn neue Kleidung stand weit oben auf ihrer Liste. Geld spielte dabei keine Rolle. Um die anderen Dinge konnte sie sich später kümmern, da sie reichlich zu Trinken und Essen hatte, mehr als genug für 6 Tage und das selbst wenn Mira mit ihr essen würde. Da sie außer ihrer Magie eine Waffe hatte, war das Nötigste schon vorhanden.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   So 29 Aug 2010, 01:42

Mira nickte. "Wir sind hier in der größten Stadt auf dem Kontinent-" Zumindest war das vor etwa dreitausend Jahren so gewesen. "-da sollte sich schon etwas finden lassen. Ich weiß ja nicht, was dir vorschwebt, aber wir sind hier auf dem Markt. Keine Ahnung, wie das inzwischen ist, aber ich glaube, es müsste noch irgendwo eine Straße geben, in der größtenteils Schneider sind." Inzwischen? Mira musste wirklich mehr auf ihre Worte achten... Sonst könnte das ganze noch etwas seltsam ändern... "Lass mich mal sehen, ich glaube, ich weiß den Weg noch..." Ohne eine Antwort abzuwarten ging Mira los. Das Katzenmädchen wand sich geschickt durch die Menge und nach kurzer Zeit hatte sie tatsächlich die Schneiderstraße erreicht. Nur - war Sharieyn noch hinter ihr?
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   So 29 Aug 2010, 10:32

Sie sah Mira los gehen und eilte ihr nach. Inzwischen? Hm...Wie lange sie wohl nicht mehr an diesem Ort war? Sie drängte sich durch die Menschenmenge und war schon fast dort, wo Mira angehalten hatte, doch dann wurde sie von den Massen mitgerissen. Sie erinnerte sich plötzlich an Meeresströmungen und lief eine Weile mit. Ihr gelang es tatsächlich nur etwa hundert Meter weiter weg aus den Massen heraus zu kommen. Sie eilte den Weg zurück, den sie gekommen war. Sie sah Mira schon von Weitem und war dankbar für ihre guten Augen. Ohne Mira wäre sie sicherlich irgendwo umhergeirrt und wer weiß, was dann mit ihr passiert wäre. Sie ging mit Mira in die Schneiderei und sah hinter dem Tresen einen etwas älteren, bebrillten Mann stehen. "Guten Tag, ich möchte ein paar neue Kleider haben." Sie teilte dem Schneider ihre Vorstellungen mit und ihre Farbwünsche, insgesamt 10 Kleider, denn sie hatte nicht viel mitbekommen, außer ihr Erbe, als sie das Dorf verlies. Es sollte zum Kämpfen geeignet sein und doch unscheinbar aussehen, bei 1,2 Geheimtaschen wäre auch nichts einzuwenden. Außerdem einen leichten Umhang für den Sommer und einen Mantel für den kommenden Winter. Der Schneider trat an sie heran, um Maß zu nehmen. Sie sah Mira an. "Möchtest du auch etwas?" fragte sie und lächelte. Sie legte ein paar Rubine und Goldmünzen auf den Tisch. "Das sollte für uns beide reichen, ich möchte dir ein Geschenk machen." sagte sie und begutachtete die Stoffe, die der Schneider inzwischen geholt hatte. Er machte große Augen, als er das Geld sah und nahm ein paar Stoffe mit, um edleres zu holen. Sharieyn ahnte, dass sie sich am besten morgen oder noch heute einen Karren holen sollte, auch wenn er nur klein war. Wie sollte sie sonst alles für ihre Reise transportieren? Sie ärgerte sich darüber, dass sie bis jetzt gar nicht darüber nachgedacht hatte. Sie setzte es auf ihre Liste.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   So 29 Aug 2010, 12:20

Mira folgte Sharieyn in den Laden und sah ihr zu. Anscheinend hatte Sharieyn recht viel Geld... "Nein", sagte sie nur auf das Angebot der Elfe. Sie brauchte nichts - sie besaß eigentlich nur das, was sie am Leib trug und hatte ein wenig in ein paar Verstecken - aber sie wollte auch nichts. Sie konnte ohnehin nicht viel befördern - ihre eher zierliche Gestalt trügte nicht. "Wenn ich etwas brauche, kann ich es mir selbst besorgen. Trotzdem danke." Den letzten Satz fügte Mira erst nach ein paar Sekunden dazu.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   So 29 Aug 2010, 23:16

Sharieyn nickte nur. Sie hatte es erwartet. Der Schneider meinte, dass sie morgen wieder kommen sollten. Sharieyn schaute hinaus. Es war schon fast dunkel...Wo sollten sie übernachten?//Tja, das würdest du nicht fragen, wenn du einen überdachten Karren hättest.// neckte sie ihre innere Stimme. Natürlich konnte sie mit ihrer Magie etwas tun, aber dafür müssten sie und Mira weg vom Marktplatz, oder sollten sie einfach in eine Herberge gehen? Sharieyn wurde langsam müde, bald würde sie nicht mehr klar denken können. Sie beschloss Mira entscheiden zu lassen. Sie drehte sich zu ihr, "Mira, möchtest du magisch übernachten oder in einer Herberge?" fragte sie und lächelte müde.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Mo 30 Aug 2010, 00:57

Der Verwalter geriet bei Baphomets Worten ziemlich ins Schwitzen. War er etwa kein Mensch? Noch immer verzog der Mann keine Mine, ganz im Gegensatz zu Lyskra. "He hör mal, vielleicht sollten wir lieber gehen, bevor noch jemand...", begann sie wurde aber von dem rauschenden Feuer unterbrochen, welches Baphomet und den Verwalter umhüllte. Es war laut, zu laut um zu hören was gesagt wurde. Sehen konnte sie auch nichts. Hatte sie also doch recht gehabt, vermutete sie zumindest. Er hatte sich nicht viel verändert, im Gegensatz zu der Zeit aus ihren Visionen. Die Nettigkeit seines unscheinbaren menschlichen Äußeren war wohl nur Fassade gewesen, aber wenn es so war, was bezweckte er dann damit? Lyskra war völlig verwirrt.

Von draußen her hörte sie Fußgetrappel. Die Sekretärin war zurück und mit ihr 3 Wachen. Instinktiv stellte sich Lyskra diesen in den Wag. Mit beiden Händen hielt sie ihren magischen Hammer fest, bereit zu zuschlagen, wenn es nötig wäre. Auch wenn es für das ganze Gebäude gefährlich wäre ihn hier drinnen zu benutzen. Es war noch nie nötig gewesen ihn wirklich im Kampf einzusetzen. Trainiert hatte sie mit ihm schon, aber noch nie wirklich gekämpft. Daher war ihre Unsicherheit nicht verwunderlich. Aber sie wollte die Männer daran hindern einzugreifen, nicht um Baphomet vor den Wachen zu schützen, sondern die Wachen vor ihm. Diese waren aber erst einmal damit beschäftigt das Feuer zu bestaunen.

"He Baphomet, lass das bleiben!"
, rief sie über die Schulter dem Dämon zu in der Hoffnung, daß er sie hörte. "Du hast doch gesagt, Du hättest Dich geändert oder? Und daß Du stolz darauf bist es geschafft zu haben. Willst Du jetzt alles wieder zunichte machen?" Vielleicht würde das gar nichts nützen, weil er sich gar nicht geändert hatte, weil er gelogen hatte. Wenn er aber die Wahrheit gesagt hatte über seine Veränderung... würde er vielleicht von dem Verwalter ablassen. Das hoffte Lyskra zumindest.

Wenige Sekunden nach ihren Worten wurde sie von einer der Wachen auch schon attackiert. Erschrocken hob sie den Hammer schützend vor ihren Körper und wehrte somit den Schwerthieb ab. Die anderen beiden Wachen liefen zum Feuer, schienen aber eher ratlos was nun zutun wäre. Die Sekretärin stand ängstlich in der Tür, machte sich sorgen um ihren Chef und sah zu wie Lyskra die Schwerthiebe abwehrte. Angreifen konnte sie nicht, wollte ja niemanden verletzen. In diesem Moment überlegte sie, ob sie sich nicht doch eine schwächere Waffe schmieden sollte, bei deren Einsatz sie nicht um die ganze Umgebung fürchten musste. Immer wieder schaute sie hinüber zum Feuer. Was geschah da drin? Diese Ungewissheit war kaum auszuhalten. Am liebsten wäre sie einfach durch das Feuer gegangen, um zu sehen was da los war. Doch dann dachte sie bei sich "Warum eigentlich nicht?" Sie fasste den Entschluss es zu versuchen. Vielleicht würde ihr magieabweisender Anhänger sie ja schützen. Wenn sie pech hatte war die Magie in dem Feuer aber schon zu stark, der Anhänger würde seine Wirkung verlieren und das würde dann Lyskras letzte wagemutige Aktion sein. Die Angst vor einem Misserfolg und der keine Ruhe gebende Wachmann hielten sie bisher noch von dem Versuch ab.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Mo 30 Aug 2010, 13:56

Baphomet drehte sich zu den Wachen herum. "Er hat es tatsächlich gemacht...", murmelte er. Alles Feuer war - zumindest im Moment - erloschen. Er hatte zwar gehört, dass Lyskra etwas gesagt hatte, hatte aber nicht verstanden, was. Auch wenn Baphomets Sinne scharf waren, genügten sie nicht, um so etwas zu hören. "Verschwindet", knurrte er die Wachen an. "Oder denkt ihr ernsthaft, dass ihr etwas ausrichten kön-" Baphomet unterbrach sich, als er etwas spürte. Er sah an sich herunter. Ein Schwert ragte aus seiner Brust. "Autsch...", murmelte Baphomet, aber es kam ein wenig verspätet.
Der Dämon drehte sich herum, kümmerte sich nicht darum, dass das Schwert dabei seine Seite aufschlitzte. Schließlich sah er dem Verwalter ins Gesicht. Er hatte es doch tatsächlich gewagt, seine Waffe gegen ihn zu erheben. "Dummer Mensch", knurrte Baphomet und hob eine Hand. Im nächsten Moment durchbohrten ihn die Schwerter der beiden Wachen, die hinter ihm standen. "Unsterblich bin ich auch nicht", fluchte Baphomet und seine Stimme klang schon deutlich schmerzerfüllter als zuvor.
Baphomet reichte es. Er wusste, dass er nicht alles hier töten sollte - und er hatte es auch nicht vor - aber er musste sich schon zur Wehr setzen. Er fuhr herum - deutlich schneller als zuvor - und ließ eine Flamme auf seiner Hand entstehen - doch sie war schwarz. Das Feuer hüllte die beiden Wachen ein und nach kurzer Zeit hatten sie das Bewusstsein verloren.
"Und jetzt zu dir", grinste Baphomet, während er sich - noch immer mit den Schwertern im Körper - wieder zum Verwalter umdrehte. "Ich glaube, da war etwas, was du mir sagen wolltest, oder?" Ein Schwert fiel aus Baphomets Körper - seine innere Hitze hatte den Stahl geschmolzen - klirrend zu Boden.
Der Verwalter schwieg nach wie vor. "Du willst nicht reden? Ist dir die Zunge festgefroren?" Baphomet grinste. "Soll ich sie dir auftauen?"
Der Verwalter sah zu Baphomet, in sein Gesicht - und es ließ sich kein Bluff erkennen. "...Flaikes", sagte er schließlich, auch wenn es ihn deutliche Überwindung kostete. "Sein Name ist Flaikes. Mehr weiß ich nicht. Mehr verlangen wir von unseren Kunden nicht."
Einige endlose Sekunden sah Baphomet den Verwalter an, dann drehte der Dämon sich herum. Inzwischen waren alle Schwerter aus seinem Körper gefallen, nur weiße, bereits verschwindende Narben und Löcher in seiner Kleidung erinnerten noch an den Angriff. Er ging zu Lyskra herüber. "Wir können gehen", sagte er. "Mehr bekommen wir hier auch nicht heraus." Nur die Wache war noch im Weg. Ein Feuerstoß würde genügen, um sie zu entfernen... Aber vielleicht - hoffentlich? - verschwand sie nach dieser Vorstellung von selbst...
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Mo 30 Aug 2010, 14:08

Mira zuckte mit den Schultern. "Ich kann überall schlafen", meinte sie. "Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie es mit Magie funktioniert." Sie sah zu Sharieyn. Beherrschte sie Magie? Anscheinend. "Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich es gerne ausprobieren." Was es wohl sein würde? Einfach ein magischer Raum? Oder etwas völlig anderes - auch wenn Mira gerade nicht einfiel, was es sonst sein könnte. Naja, wenn die Elfe es tun würde, würde Mira es wohl bald erfahren. Und neue Erfahrungen waren immer gut.
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BeitragThema: Re: Das Marktviertel   Mo 30 Aug 2010, 16:22

Sharieyn nickte. "Gut, aber dafür sollten wir an einen anderen Ort. Vielleicht dort, wo wir uns das 1. Mal begegnet sind. Es ist nicht weit weg von der Stadt. Ein schwebendes Etwas würde hier auch zu sehr auffallen." sagte sie und grinste. Sie nahm ihre Sachen und ging aus der Schneiderei. "Komm." Sie lächelte und Schritt voran. >>> Die Wiesen
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Das Marktviertel

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